Back to nature

So jetzt hieß es Abschied nehmen von den großen Städten und den weichen Betten. Die Fahrt zu unserem ersten Outdoorcamp führte uns entlang der Great Ocean Road. Also immer an der Küste entlang. Hier gab es immer wieder steile Klippen und nach jeder Kurve gab es wieder etwas Neues zu sehen. Bei einer Pause hatten wir zum ersten Mal die Gelegenheit unseren großen Zehen in den Pazifik zu halten. Das Wasser war ziemlich kalt und das Wetter auch nicht so berauschend. Während der Mittagspause nutzte ich den Zwischenstop für den Besuch bei einer Apotheke. Ich hatte doch tatsächlich Heuschnupfen bekommen und natuerlich meine Pillen daheim gelassen. Jetzt hies es jeden Morgen Pille nehmen und falls die Nase zu war auch noch Nasenspray. Auf dem Weg nach Mt. Eccles kamen wir auch am Aussichtspunkt 12 Apostel vorbei. Dort landeten vor langer Zeit auch die Europäer und es gab eine Reihe von Geschichten über Schiffskatastrophen und Tragödien -> ist ja auch kein Wunder bei so einer Brandung.

An diesem Tag waren wir wieder fast 700 km unterwegs, aber ca. 1 Std. vor unserem Ziel hatte Darryl noch eine Überraschung für uns. Gleich neben der Strasse gab es einen kleinen Nationalpark (Tower Hill). Dort angekommen sahen wir bereits vom Bus aus die ersten freien Kaengurus und zur unserer großen Freunde auf einem Eukalyptusbaum den ersten Koala. Natuerlich sofort alle raus aus dem Bus, Kamera gezueckt und Feuer frei. Wir konnten uns kaum mehr trennen aber so langsam brach die Dämmerung herein. Hinter der nächsten Kehre auf der kleinen Straße trafen wir die nächsten Eingeborenen, Emus und sogar gleich drei Stueck. Sind schon seltsame Vögel und nicht besonders hübsch.

Dann hiess es Abschied nehmen von diesem kleinen Paradies und weiter ging es zum Mt. Eccles Nationalpark.
Dort hies es zum ersten Mal Zelt raus und Taschenlampe griffbereit. Abends wurde der Campingkocher angeworfen und es gab Spaghetti und Tomatensauce. Wir haben immerhin 6 Packungen vernichtet und Silke meinte nur, dass normalerweise 4 Packungen ausgereicht haben. Nach dem Essen haben wir noch eine kleine Nachtwanderung gemacht und dabei eine Höhle erkundet. Dort war es vielleicht dunkel, aber mit der Zeit gewöhnt sich das Auge an die Finsternis. Dann war es Zeit zum Schlafen gehen und kaum lagen wir im Schlafsack da erwachten die Bewohner des Waldes und erfreuten uns mit Ihren Lauten und Geräuschen. Mal schauen was der nächste Morgen bringt.