19.+20.10.2006 Flug Frankfurt - Madrid - Buenos Aires - St. Cruz

Boeing 767
Aerolineas Argentinas
Buenos Aires
kurz nach dem Start
Rio de la Plata Plaza St. Cruz (BOL)

Zum Hinflug gibt es nicht sehr viel zu erzählen, nur so viel Aerolineas Argentinas zählt wohl nicht zu den Top-Ten Fluggesellschaften auf der Welt, denn während des gesamten Fluges von Madrid nach Buenos Aires, ging weder das Entertainment-System noch das Leselicht. Ich habe es aber trotzdem fast geschafft mein Reiselektüre schon auf dem Hinflug zu lesen. Die Verpflegung war dagegen ganz ok. Ich habe mich dieses Mal für Rigatoni Napoli entschieden. Nach 12 Stunden Flug sind wir dann so gegen 6:00 Ortszeit in Buenos Aires angekommen. Dort mußten irgendwie weitere 6 Stunden rumbekommen -> zunächst haben wir uns für ein Cafe entschieden, wo es richtig guten Kakao gab. Gegen 10:00 haben wir dann noch gemeinsam 2 Pizzen mit Rucola verdrückt und so gegen 11:00 ging es dann endlich weiter nach Bolivien. So gegen 14:00 sind wir dann endlich in St. Cruz [437 m] (BOL) angekommen und Konrad hat uns am Gate abgeholt und dann gings es per Bus zu unserem 1. Hotel (Bibosi) in St. Cruz. Hier war noch mal richtig Sommer und wir haben natürlich gleich unsere 3/4 Hosen und Sandalen ausgepackt und haben uns gleich mal an die Geldbeschaffung gemacht. Ging sogar via EC-Karte. Als erstes Abendessen habe ich Hühnchen auf Estragon gewählt -> ja das schmeckte ganz ok.

 

21.10.2006 Flug St. Cruz - Sucre

Flughafen Sucre Hotel Independencia Festsaal im Hotel Konrad

Leider mußten wir gleich am 1. Urlaubstag um 6:00 aufstehen, denn um 9:00 sollte schon der Flieger nach Sucre gehen, aber am Flughafen hiess es erst Mal Stop. In Sucre hat es Nebel und der Flieger konnte zunächst nicht starten. Mit einer Verspätung von ca. einer Stunde sind wir dann dann endlich losgeflogen und so gegen 11:00 in Sucre gelandet. Sucre ist die Hauptstadt von Bolivien und liegt auf 2800 m. Dort war erst mal Aklimatisieren angesagt, denn die großen Höhen hatten wir ja erst noch vor uns. Das Hotel lag gleich um die Ecke der Plaza und wir unternahmen erst mal einen kleinen Stadtspaziergang. Das Cafe Gourmet Mirador sollte die nächsten Tagen dann unser Lieblingsziel werden. Dort gab es Liegestühle, 80er Musik und besonders gute Speisen. Mmmm waren die Spaghetti Carbonara lecker. Abends war die ganze Gruppe dann lecker Essen. Ich hab mir ein Schnitzel (Kalb) Milanese gegönnt und zum 1. Mal einen Pisco Sour probiert.

Auf dem Heimweg gab es plötzlich in der Strasse vor unserem Hotel eine Menschansammlung und zur unserer Freude gab es da am Abend einen Umzug mit typischen Trachten und auch die schoensten Damen des Kontinents waren plötzlich in Sucre zu bewundern.

Umzug Sucre Miss Panama Indios Miss Venezuela und Puerto Rico

 

22.10.2006 Indiomarkt Tarabuco

Kirche in Sucre Indios auf dem Markt immer schön handeln Tarabuco

Heute stand der Besuch des Indiomarkts in Tarabuco auf dem Programm. Die Fahrt ins 65 km entfernte Tarabuco dauerte ca. 2 Stunden. Hier treffen sich jeden Sonntag die ganzen Indios aus den umliegenden Dörfern und verkaufen ihre Teppiche und Lebensmittel und es werden natürlich auch die Neuigkeiten ausgetauscht. Gegen Nachmittag waren wir dann wieder zurück in Sucre und haben natürlich das letzte F1-Rennen von Michael Schumacher verfolgt. Na ja hat halt nicht sollen sein, aber unsterblich ist der Kerle trotzdem ;-) Gegen Nachmittag haben wir uns dann im Cafe Joyride in Sucre getroffen, denn da lief am Abend der Film Che und der spielt ja schließlich in Südamerika.

23.10.2006 Freier Tag in Sucre

Dinospuren bei Sucre T-Rex Kloster in Sucre Cafe Gourmet Mirador

An unserem freien Tag in Sucre mußten wir erst für Kirstin eine neue Sonnenbrille kaufen, denn die hatte einen Sturz nicht überlebt und gerade auf dem Salzsee kann es da doch ziemlich unangenehm werden. Kirstin hat sich dann letztendlich für ein Modell für umgerechnet 5 Euro entschieden. Am Vormittag besuchten wir dann das bei Sucre gelegene Zementwerk. Dort wurden an einer Wand Dinosaurierspuren entdeckt. Leider konnte man nicht mehr direkt zu den Spuren laufen, sondern mußte die Abdrücke von einer Aussichtsplattform betrachten und inzwischen wurde neben dem Zementwerk ein Freizeitpark mit Platikdinos errichtet, der dem Ganzen etwas die Atmosphäre nimmt. Ist halt ebbes für Touristen. Gegen Mittag sind wir wieder bei unserem Lieblingscafe eingekehrt und haben die Siesta dort verbracht.

24.10.2006 Fahrt Sucre - Potosi

Flussbett bei Sucre Hängebrücke Plaza Potosi Museum Potosi

Um 8:00 war heute Abfahrt nach Potosi. So gegen Mittag sind wir dann auf 4000 m angekommen. Hier hat man zum ersten Mal die Höhe doch etwas gemerkt, aber wir hatten ja unsere Sorochi-Pillen, die haben wirklich was geholfen. Am Nachmittag besuchten wird dann das Museum Casa de la Moneda (königliche Münzanstalt). Der Guide hatte offenbar keine rechte Lust und die Führung war doch ziemlich langweilig. Zum Abendessen gab es heute Choco de Pollo (Hähnchenschlegel mit Käse und Ei). Konrad und ich haben uns dann für den Heimweg ein Taxi besorgt und waren so doch etwas früher als die Gruppe wieder beim Hotel, denn wir hatten überhaupt keine Lust mehr nach dem Essen den Berg hochzulaufen.

25.10.2006 Silberbergwerk, Tarapaya

Miners Stollen Hausberg Potosi Tarapaya

Potosi lebt ja heute noch vom Silberbergbau und deshalb stand heute ein Besuch der Minen auf dem Programm. Dafür mußten wir natürlich standesgemäß eingekleidet werden. Jeder von uns bekam, einen Helm mit Grubenlampe, einen Overall und Gummistiefel und dann ging es per Minivan auf den Hausberg Cerro Rico von Potosi. Dort wurde uns die Sprengkraft von einer Stange Dynamit und etwas Ammoniumnitrat demonstriert -> ganz schön heftig. Dann ging es in einen der vielen Stollen und man verlor sehr rasch die Orientierung bei den vielen Öffnungen. Die Luft da unten war natürlich sehr staubig und als wir dann die Arbeiter sahen, war jedem klar dass man dort nicht sehr alt werden kann. Hier haben wir auch zum ersten mal die die dicken Backen (Cocablätter) der Miners gesehen. Nur durch das Coca sind diese unmenschlichen Bedingungen wohl zu ertragen und wir waren alle froh als wir wieder draußen waren. Nach der Unterwelt besuchten wir noch die warmen Quellen von Tarapaya. Dort brannte schon das Grillfeuer und es gab Alpackasteaks und Kartoffeln. Gegen 15.30 waren wir dann wieder zurück im Hotel.

26.10.2006 Fahrt Potosi - Uyuni

Mittagspause Lamaherde Jochen & Anja Lokomotivfriedhof Uyuni

Heute war um 11:00 Abfahrt nach Uyuni und keiner von uns wollte mit dem Fahrer tauschen, denn es ging heute über Schotterpisten und mitten durch die Pampa. Aber der junge Mann war gut vorbereitet, denn zu seinen Füssen lag eine Tüte Coca -> dass sollte in Europa mal einer wagen, aber er hat im Nachhinein seine Sache sehr gut gemacht. So gegen 13:00 erreichten wir ein Tal mit einem Flüsschen und dort gab es lecker Mittagessen. Brötchen mit Käse und frischen Tomaten und als kostenlose Zugabe kam dort eine Lamaherde vorbei.
Gegen 17:00 erreichten wir dann Uyuni und machten noch einen Abstecher zum Lokomotivfriedhof in der Nähe von Uyuni.

27.10.2006 Besuch Salar de Uyuni

Salar de Uyuni Salzpiste Insel mit Kakteen Salzhotel

Salzsee aus dem Weltall

Der Salar de Uyuni ist mit 12.000 km² einer der größten Salzseen der Welt. Er liegt im Südwesten Boliviens auf einer Höhe von 3.653 m und gilt zusammen mit dem Titicacasee als landschaftlicher Höhepunkt des Altiplano. Mit gleißender Helligkeit am Tage und bitterkalten Nächten ähnelt er zwar einem steinhart gefrorenen See, doch was da unter den Füßen knirscht sind keine Eiskristalle, sondern grobe Salzkristalle. Der Salzreichtum des Salar de Uyuni wird auf ungefähr 10 Milliarden Tonnen geschätzt. Jährlich werden davon etwa 25.000 Tonnen abgebaut und in die Städte transportiert. Während der Regenzeit kann die Salzkruste lokal mit mehreren Dezimetern Wasser bedeckt sein; etwa von Ende Juni bis zum Beginn der Regenzeit Anfang Dezember ist der Salar trocken. Mit Ausnahme der schlammigen Uferzonen und einzelner Wasseraugen (ojos) kann dann die bis zu 30 m mächtige Salzkruste selbst von Bussen und LKWs befahren werden.

28.10.2006 Uyuni - La Paz

Ururo La Paz Karusell mit Handbetrieb La Paz von oben La Paz Downtown

Heute war um 5:00 schon Abfahrt nach La Paz und wir mußten sehr früh aufstehen. Der erste Stop war gegen 7:00 an einer "Raststätte" einige wollten auch aufs Klo aber schon beim Betreten der Toliletten machten viele wieder kehrt. Der Gestank war unbeschreiblich und alles war doch ziemlich dreckig. Dieses Mal hatten wir einen 1. Klasse Bus und auch die Strassen waren deutlich besser und so ging die Fahrt eigentlich ziemlich schnell vorbei. Gegen 16:30 erreichten wir dann La Paz die heimliche Hauptstadt Boliviens.

29.10.2006 Freier Tag in La Paz

Kunstmuseum Lamafoeten in der Hexengasse getrocknete Frösche Zimtrolle im Cafe Alexander

Nach dem Frühstück machten wir uns auf La Paz zu Fuss zu erkunden. In der Kathedrale war leider gerade Gottesdienst und somit hielten wir uns dort nur für 5 Minuten auf. Gleich neben der Kirche ging es steil bergauf und wir machten einen kurzen Stop im Cocamuseum (lohnt sich meiner Meinung nach eher nicht). Unser nächstes Ziel war die Hexengasse in La Paz. Da gab es wieder einige seltsame zum Kaufen. Man sagt zum Beispiel das bei einem Hausneubau in jede Ecke ein Lamafoetus miteingemauert werden soll, dass soll Glück bringe, oder es gab auch getrocknete Frösche mit Perlen als Augen, oder auch ausgestopfte Gürteltiere. Die Mittagspause verbrachten wir im Cafe Alexander und ich habe eine leckere Zimtschnecke gegessen. Für den Nachmittag haben wir uns dann einen Besuch im Mondtal entschieden. Also zurück zum Hotel und dann mit dem Taxi ab ins Valley of the moon.

Mondtal Valle De La Luna Kirstin & Matthias Jochen, Jens, Anja, Oswald
Henni, Matthias und Kirstin

Dort hat die Erosion eine bizzare Landschaft geschaffen und der Astronaut Armstrong hat damals bei einem Besuch gesagt, die Landschaft sieht so aus wie auf dem Mond, daher hat das Tal auch seinen Namen. Der einheimische Führer zeigte uns auf der einstündigen Runde verschiedene Formationen und erklärte uns nebenher auch noch die Pflanzenwelt. Es gibt zum Beispiel Kakteen die beim Kauen high machen, da hat sich besonders ein Gruppenmitglied dafür interessiert. Abends waren wir dann bei Mongo essen. Wau die Lasagne war richtig gut und da hätte ich noch länger bleiben können, aber am nächsten Tag hatten wir ja was besonderes vor.

30.10.2006 Chacaltaya 5300 m

Heute stand die Fahrt auf den Chacaltaya bevor und zwar mit dem Taxi. Der Berg ist bis auf eine Höhe von 5.200 Metern befahrbar. Am Endpunkt der Straße befindet sich eine Hütte des österreichischen Alpenvereins mit Übernachtungsmöglichkeit. Der Chacaltaya gilt als das höchstgelegene Skigebiet der Welt, allerdings ist der Gletscher in den letzten Jahren stark geschrumpft, so dass kein Skibetrieb mehr stattfindet. Es gibt eine Piste und die Überreste eines Schleppliftes. Auch den Gipfel kann man problemlos besteigen und das haben wir auch gemacht. Ich habe in meinem Leben noch sie arg geschnauft wie hier, aber 5300 m über NN ist doch schon ganz schön hoch. War auf jeden Fall ein Erlebnis und so leicht war es noch nie über die magische 5000m Marke zukommen. Abends waren wir dann noch im Restaurant Vienna. Au das war aber fein und ich habe ein Jägerschnitzel gegessen.

Huayna Potosí an der Schutzhütte auf 5300 m so jetzt noch ne Abfahrt ja die Piste sieht gut aus

31.10.2006 La Paz - Puerto Perez (Titicacasee)

Nach so viel Höhenluft und riesigen Bergen hatten wir Sehnsucht nach Wasser, also Rucksack gepackt und los zum Titicacasee. Unser erstes Ziel war das Hotel Balsa in Puerto Perez. Die Fahrt dahin dauerte nur 2 Stunden und dort angekommen, erkundeten wir erst einmal das Dorf, denn mehr war es leider nicht, aber gestern war es ja auch etwas anstrengend, so daß uns die Erholung ganz gut getan hat.

Hotel Balsa Titicacasee Hafen Porto Perez da waren wir gestern (henni) Sonnenuntergang (henni)

An diesem Abend gab es Spargelcremesuppe, danach frisch gefangene Forelle mit Reis und Spinat und als Nachtisch Schokopudding. Nach dem Essen sind wir der Spielsucht verfallen und hinterher hatten wir 15 US Dollar an Konrad beim Billiard verloren, na ja wir hatten trotzdem viel Spass.

01.11.2006 Puerto Perez - Copacabana

Copacabana am Titcacasee gilt als der bedeutendste Wallfahrtsort Boliviens. Es befindet sich dort in einer Basilika die einen Meter hohe Figur der Dunklen Jungfrau bzw. Virgen Morena, auch Virgen de Copacabana genannt. Die Figur wurde 1576 von einem Indio aus dunklem Holz geschnitzt. Sie hat eine Krone aus purem Gold. Die zugehörige Basilika im maurischem Stil wurde erst 1820 erbaut. Der Marienfigur werden zahlreiche Wunder und Heilungen zugeschrieben, sie wird als Schutzheilige des Titicaca-Sees verehrt. An jedem Wochenende kommen hier Familien aus ganz Bolivien und dem angrenzenden Peru und lassen ihre Autos segnen. Der Segen wird sowohl von einem Mönch als auch einem Schamanen erteilt.

Titicacasee Fähre Basilika Isla del Sol

Copacabana war aber nur ein Zwischenstop, denn die Nacht haben wir auf der Isla del Sol verbracht. Die Überfahrt hat ca. 2 Stunden gedauert und wir wurden dieses Mal von Mario begleitet, denn Konrad ging es nicht so gut und er wollte lieber in Copacabana bleiben. Als wir am Hafen der Isla del Sol angekommen sind wußten wir auch warum ;-). Uns erwartete ein ca. 1stündiger Aufstieg zu unserem Hotel. Der Blick von der Hotelterasse war natürlich einmalig, aber die Zimmer hatten keine Dusche und kein eigenes WC und als auch die Handtücher doch etwas knapp waren (1 pro 8 Personen) beschlossen wir an diesem Abend bzw. Morgen nicht zu Duschen. Als Entschädigung gab es dort aber ein sehr gutes Abendessen (Gemüsesuppe mit Quinua, Forelle und Fruchtsalat)

Bad & WC Indios Sonnenuntergang (henni) Isla del Sol (henni)

02.11.2006 Isla del Sol - Puno (Peru)

Auch heute war wieder um 7:00 Frühstück, denn um 8:00 ging bereits das Boot zurück nach Copacabana. Dort wurden wir bereits von Konrad erwartet, der ärmste war wirklich krank. Auf dem Weg nach Puno haben wir dann auch die Grenze nach Peru passiert und auf der anderen Seite wartete bereits der Bus nach Puno. In Puno haben wir dann zunächst das Hotel (Raskin) aufgesucht und unser Gepäck verstaut und haben uns erst einmal peruanisches Geld besorgt. Leider ist Puno wirklich ne Kleinstadt und es gab gerade mal eine Strasse wo es Kneipen und Restaurants gibt, den Rest kann man echt vergessen. Puno ist halt ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zum Titicacasee, mehr kann die Stadt wirklich nicht.

Grenze Bolivien - Peru Puno fast wie Gyros Puno bei Nacht

03.11.2006 Ausflug Urus und Taquille

Im Hotel gab es heute mal ein richtiges Frühstückbuffet mit allerlei Früchten, Rührei, Toastbrot, Pancakes und verschiedenen Wurstsorten und jeder von uns war mind. 3 Mal Nachschlag holen. Um 7:00 wurden wir dann auch schon am Hotel abgeholt und es ging zunächst per Bus zum Hafen und dann per Schiff auf die Urus. Sind schwimmende Inseln aus Schilf und dort leben anscheinend auch heute noch Leute, aber das ist wohl eher ein Märchen, denn auf dem Rückweg haben wir feste stabile Häuser gesehen und die Leute warten auf den Urus nur auf die Touristen, die dort auch zahlreich vorbeischauen. Das nächste Ziel nach den Urus war die Insel Taquille. Diese Insel liegt ca. 3 Stunden entfernt von Puno mitten im Titicacasee. War also ne prima Gelegenheit mein Schlafdefizit auszugleichen. Dort angekommen mußte ich erst mal schimpfen, denn wir sollten ca. 1 Stunde steil den Berg hochlaufen und das alles nur um strickende Männer zu sehen. Na ja im Nachhinein war es ein schöner Ausflug und wir hatten wieder was für die Kondition getan. Gegen 17:00 waren wir wieder zurück in Puno und Abends waren wir lecker Pizzaessen.

Schilfboot Titicacasee strickender Mann Taquille

04.11.2006 Puno - Cuzco

Heute stand die Fahrt von Puno nach Cuzco auf dem Programm und der Minibus hat uns um 7:00 schon am Hotel abgeholt um uns zum 1. Klasse Bus-Terminal zu bringen. Die Fahrt hat fast 10 Stunden gedauert und wir haben zwischendurch 6 Stops eingelegt. Der 1. Stop war in einem kleinen Dorf mit einer Kirche und war wohl eher als Pinkelstop geplant, aber nachdem die ersten vom Klo zurückwaren war das Thema schon erledigt. (Pfui) Der 2. Stop war auf einer Passhöhe (4300m). Gegen 13:00 Uhr gab es dann Mittagessen und als Nachtisch gab es noch zwei Indiodörfer mit Touriständen. Kurz vor Cuzco haben wir dann noch ne alte Kirche besichtigt und so gegen 18:00 waren wir in Cuzco.

Passhöhe 4335 m Sonntagsbraten Markus und sein Fans alte Kirche

Nach dem Abendessen gehen brave Touristen ja nach Hause aber wir Herren (Jens, Matthias, Jochen und Konrad) waren noch für ein paar Stunden im Ukukus (Plateros 316, 2nd floor direkt neben der Plaza) in Cuzco und haben diverse Cocktails probiert und uns der Damenwelt gewidmet, denn unsere "Frauen" wollte heute schon etwas früher zu Bett und wir hatten also Freigang. Das fatale war, es war der ganze Abend Happy hour und die Caipis kosteten umgerechnet knapp einen Euro. Da kann sich ja jeder denken, dass ich an diesem Abend nur Mineralwasser getrunken habe. Habe an diesem Abend 8 Stück getrunken und hatte immer noch nicht genug. Konrad mit seinen Spanischkentnissen und seinem lockeren Becken war natürlich gleich der Star auf der Tanzfläche und ruckzuck waren wir umringt von mehreren Peruanerinnen. Es war echt ein netter Abend und wir hatten sehr viel Spaß.

Ukukus Gardenia, Barkeeper, Konrad Peruaner sind hübsch war ein netter Abend

05.11.2006 Tagesausflug Tal der Inkas

Markt von Chinchero Ruinen Ollantaytambo Ruinen von Pisaq Markt von Pisaq

Lama

Nach der doch relativ kurzen Nacht stand heute das Tal der Inkas auf dem Programm. Der erste Stop war in Chinchero und da gab es einen großen Markt mit allerei nützlichen Dingen und auch an die Touristen wurde gedacht. Ich habe mir dort eine Panflöte gekauft und der Verkäufer hat mir sogar meinen Wunschtitel gespielt (El condort pasa). Weiter ging es dann nach Ollantaytambo, wo es die erste große Inkaruine zum Erklettern gab. Ist schon beeindruckend was die Menschen damals schon geleistet haben. Gegen Mittag sind wir dann nach Pisaq weitergefahren, immer am Urubamba entlang und nach ca. 1 Stunde waren wir dann in Pisaq. Ist lange nicht so bekannt wie Machu Picchu aber die Anlage ist trotzdem gigantisch.
Nach der Besichtigung hatten wir noch eine Stunde Zeit um ausgiebig zu Shoppen. Auf der Rückfahrt nach Cuzco haben wir noch kurz an einem kleinen Zoo gehalten und dort wurden uns die verschiedenen Lamaarten gezeigt.

06.11.2006 Fahrt nach Machu Picchu

Inkatrain Bahnhof Machu Picchu da oben sind die Ruinen Wassefall Schirm vergessen geht auch so

Heute ging es also endlich nach Machu Picchu, dem Ziel meiner Träume. Für die knapp 100 km nach MP braucht der Zug ca. 4 Stunden und kurz nach dem Verlassen des Bahnhofes wußten wir auch warum. Die Steigungen sind einfach zu stark. Die Lösung war ganz einfach, es wurde mit zwei Loks gearbeitet und mehrmals umgekoppelt. Dadurch konnte die große Steigung überwunden werden. Gegen Mittag waren wir dann in MP und wir gönnten uns erst mal ein kleines Mittagessen direkt an der Bahnlinie. Am Nachmittag waren wir dann etwas spazieren, denn im Dschungel sollte es ein kleines Cafe geben. Als Weg nahmen wir die Schienen und nach einer 1 Stunde standen wir vor einem verschlossenen Gartentor. Nach ca. 5 Minuten tauchte plötzlich ein Peruaner auf und fragte uns ob wir den Wassefall suchen (natürlich alles auf spanisch) und wir konnten ihm dann klar machen dass wir genau dort hinwolllten. Leider hat es dann angefangen zu regnen, aber man ist ja erfinderisch. In dem Garten gab es Bananen, Orchideen und jede Menge andere Pflanzen. Okay wir haben alle schon größere Wasserfälle gesehen, aber für diesen Tag war der Spaziergang genau richtig. Leider habe ich beim Rückkehr die Spielregeln nicht eingehalten, denn an einer Hütte habe ich einen kleinen Köter wohl bei der Siesta gestört und der hatte wohl was dagegen, dass ich da hin wollte. Der kam auf mich zugeschossen und hat mich an der linken Wade erwischt und mein Hosenbein zerissen und mir drei kleine Kratzer zugefügt. Danke, das konnten wir heute erstmal garnicht gebrauchen. Zurück am Gatter haben wir dann dem Mann versucht zu erklären, dass gerade ein Hund mich gezwickt hat, aber der hat nicht viel verstanden. Gegenüber von dem Gatter war eine Art Bahnhof und dort haben wir erstmal ein Bier getrunken und die Tochter konnte ein paar Wort Englisch und sie war dazu auch noch Krankenschwester und sie hat sich die Wade mal angeschaut und gründlich gereinigt. Gegen 15:50 kam dann auch der Zug zurück nach MP und wir hatten inzwischen Konrad verständigt, dass wir noch kurz im Krankenhaus vorbeischauen wollen, das haben wir dann auch gemacht und die Ärztin meinte auch, dass es nicht so schlimm sei. Zum Glück ist da nicht mehr passiert.

07.11.2006 Besuch Ruinen von Machu Picchu

Matze in Machu Picchu Ruinen vor dem Regen super Atmosphäre

Heute wollten wir eigentlich schon um 5:00 zu den Ruinen von Machu Picchu hochfahren, aber es hat an diesem Morgen wie aus Eimern geschüttet, so dass wir die Abfahrt erstmal auf 7:00 verschoben haben. Um 7:30 waren wir dann endlich oben und unser Fremdenführer hat uns bereits erwartet. Leider war es etwas neblig und somit hatten wir nicht den typischen Blick auf die Ruinen, aber die Stimmung war so auch nicht schlecht. Die Inkas wollten halt nicht alles preisgeben. Gegen 11:30 war dann die Führung dann zu Ende und wir machten uns an den Aufstieg auf den Wayna Piqchu. Der Weg war doch ziemlich steil und es war auf den Steinen doch ziemlich rutschig und es machte keinen Sinn bis nach ganz oben zu steigen, denn die Wolken hatten MP inzwischen fast vollständig verschluckt. War zwar schade, aber da kann man halt nichts machen.

08.11.2006 Agrotag in Cuzco

Plaza in Cuzco rotes Cafe Regen Regen Meerschweinchen

Heute bin ich wohl dem falschen Fuss aufgestanden, denn ich hatte zu überhaupt nix Lust und ich hatte zunächst keinen Bock das Hotel überhaupt zu verlassen. Gegen 10:00 sind wir dann zumindest mal Richtung Plaza gelaufen und haben uns dann erst mal einen O-Saft gegönnt. Gegen Mittag haben wir dann lokalen Markt in Cuzco besucht und meine Lust wurde auch immer geringer, denn es hatte auch wieder zum Regnen angefangen. Meine drei wollten dann noch unbedingt zu den Inkamauern wandern, wozu ich dann überhaupt keine Lust mehr gehabt habe und ich habe mich dann abgeseilt und den heutigen Tag zum Agrotag erklärt. Wie sich hinterher herausstellte hat es bei den Mauern nur geregnet und die Laune der anderen 3 wurde auch immer schlechter. Aber wir kennen uns ja schon länger und nach einer Dusche und ein paar Minuten Schaf sah die Welt schon wieder besser aus und Jens und Kirstin haben Abends sogar noch ein Meerschweinchen gegessen.

09.11.2006 Flug Cuzco - Lima

Lima Wachablösung Plaza wie in Wien

den haben wir hier schlechtes Klima, dann fahren wir sofort nach Lima. Also Rucksack gepackt und ab nach Lima. Das Flugzeug war ein ganz schnelles und nach gerade mal einer Stunde waren wir am Pazifik. Unser Hotel lag mitten im Stadtteil Miraflores und Konrad beeilte sich an diesem Mittag besonders mit der Schlüsselverteilung, denn manchen Teilnehmer haben einfach nur noch genervt und wir 6 hatten auch schon unsere Pläne für den Nachmittag gemacht. Per Taxi ging es zunächst zur Plaza. Dort war am Präsidentenpalast gerade der Wachwechsel im Gange. Der nächste Punkt im Reiseführer war das alte Kloster San Francisco mit seinen Katakomben. Danach hatten wir genug mit alten Sachen schauen und per Taxi ging es zurück zur Küste mit dem Shoppingcenter direkt am Meer. Dort haben wir zunächst den Burger King besucht und nach dem Bummeln haben wir uns für einen Kinobesuch entschlossen. Der Film lief in engl. Sprache mit span. Untertitel (El gran truco = the perstige) kommt wohl im Jan. nach Europa und lohnt sich auf jeden Fall. Das kleine Missgeschick mit den Freigetränken im Kino vergessen wir jetzt einfach mal, denn die Lösung war dann für beide Seiten ok.

10.11.2006 Freier Tag in Lima

Pazifikstrand Kuchenverkäuferin frischer Fisch das ist Urlaub

Ja heute ist also unser letzter Tag in Südamerika und was paßt da besser als ein Besuch am Strand. Konrad hat für uns extra einen Minivan organisiert und wir sind dann an den Silenciobeach südlich von Peru gefahren und haben dort fast den ganzen Tag verbracht. War richtig schön und wir hatten eine Menge Spaß und konnten uns noch mal richtig erholen.

11.11.2006. Rückflug Lima - Madrid - Frankfurt

Bye Bye Peru

Tja was soll ich sagen, ruckzuck war die Zeit vorbei und wir mußten wieder zurück ins europäische Tiefland. In Madrid bekamen wir dann auch wieder richtig die Sturheit der Europäer zu spüren, denn Henni bekam Stress wegen Ihrer Flasche Pisco Sour, die sie extra noch im Duty Free Shop in Lima gekauft hat. Seit dem 1.11. dürfen nur noch Flüssigkeiten mit max 100 ml im Handgepäck mitgenommen werden, alles was größer ist muss eingecheckt werden -> alle Erklärungen von Henni nutzten nichts und das Ende vom Lied war, Henni hat Ihre Flasche dem Polizisten übergeben und der hat sie in den Müll geworfen. Leider kein Happy End für die Flasche Pisco Sour, aber trotzdem war es ein super Urlaub und ich habe wieder viel gesehen und erlebt.

Vielen Dank an Konrad, Jens, Henni, Kirstin, Jochen und Anja mit Euch hat es sehr viel Spass gemacht.

Ludwigsburg, November 2006