2. Juli 2008 Flug Frankfurt - Keflavik - Blaue Lagune - Nesjavellir
Dieses Jahr war ich für 2 Wochen im hohen Norden Europas. Der Flug von Frankfurt nach Island dauert gerade mal etwas mehr als 3 Stunden und schon ist man in einer ganz anderen Welt. Keiner von uns wusste so genau was ihn dort erwartet. Wenn man von Island spricht dann denken die meisten da ist es doch kalt und es gibt nichts zum Anschauen, aber was wir dort alles erlebt haben sollen diese paar Zeilen und Fotos zeigen.
Der erste Aufreger war die Sicherheitskontrolle am Flughafen in Frankfurt. Ich hatte vergessen meine Sonnencreme in den Koffer zu packen und prompt wurde sie bei der Kontrolle des Handgepäcks rausgefiltert, aber wer braucht denn schon Sonnencreme in Island. Am Flughafen gab es keine Probleme bei der Einreise, denn Island gehört ja noch zu Europa und somit gibt es dort keine Passkontrolle. Die nächste Aktion war die Beschaffung von Geld. Am Ausgang gab es natürlich nur einen Automaten und da wollte natürlich jeder hin. Ich habe zunächst 30.000 Isländische Kronen geholt was ca. 250 entspricht und damit wird man schon eine Weile leben können...
Als
nächstes haben wir einen Supermarkt aufgesucht und in Island
gibt es die Discounterkette Bonus
Ist vergleichbar mit Aldi aber bei den
Preisen haben wir gemerkt dass es doch ein wenig anders ist.
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| Bonus Supermarkt Keflavik | Blaue Lagune | Nesjavellir | Unterkunft |
Nach dem Einkaufen haben wir noch das eines der bekanntesten Ziele in Island besucht. Die blaue Lagune (Blue Lagoon) ist ein künstlich geschaffenes Schwimmbad direkt neben eines der Geothermalkraftwerken in Island und dort kommt jeder Tourist vorbei. Das Wasser ist ganzjährig 38° warm und durch die Kieselerde milchig weiß und nach dem Flug war es sehr angenehm dort in den warmen Wasser zu planschen. Danach hat uns Gudni zu unserem ersten Quartier in Nesjavellir gebracht und Jens und ich bezogen dort unser Zweibettzimmer.
3. Juli 2008 Pingvellir - Geysir - Strokkur - Gulfoss - Hrauneyjar
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| Pingvellir | Strokkur | Gulfoss | Hjalparfoss |
Nach der ersten Nacht ohne richtiger Dunkelheit sind wir nach dem Frühstück nach Pingvellir gefahren. Dieser Ort wurde 2004 durch die UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Hier wird das Auseinanderdriften der amerikanischen und europäischen tektonischen Platten durch impossante Felsplatten und Risse sichtbar und auch für Island ist dieser Platz ein besonderer Ort, denn hier hielten bereits 930 norwegische Wikinger ihre traditionelle gesetzgebende Versammlung Alping ab und am 17. Juni 1944 wurde hier die Republik Island ausgerufen und 1994 auch die Fünfzigjahrfeier begangen.
Unsere Mittagspause verbrachten wir im Heißwassertal Haukadalur. Dort befindet sich der Große Geysir und der heute noch aktive Strokkur. Alle 5 Minuten schießt die kochende Wassersäule bis zu 20 m in den Himmel und wenn man an der falschen Stelle steht, dann wird man auch mal eingenebelt. Die Geysire gehören neben Pingvellir und dem Wasserfall Gullfoss zum "Golden Circle" dass heißt hier muss jeder Islandtourist unbedingt gewesen sein. Das hat man auch deutlich an den vielen nummerierten Bussen gemerkt, denn jeder Kreuzfahrer wird von Rejkjavik hier her gebracht, hat 15 Minuten Zeit zum Fotos machen, bekommt noch ein Stück Lamm oder Fisch serviert und dann geht es bereits weiter zum nächsten Stop. Da hatten wir es schon besser und in der Cafeteria gab es lecker Hamburger und Pommes.
Nachmittags besuchten wir dann den bekannten Wasserfall Gulfoss. Hier stürtzt sich der Fluss Hvita über zwei Stufen (11 und 21 m hoch) hinab. Die durchschnittliche Wasserführung beträgt ca. 109 m³/s und das rauscht schon ganz schön kräftig. Auch hier wurden die Kreuzfahrer wieder hingebracht und die alten Herrschaften mußten sich ganz schön beeilen um ganz an die Klippen zu kommen. Auf dem Weg nach Hrauneyjar haben dann noch an einem Wassefall gehalten. Am Hjalparfoss waren wir die einzigen Touristen und deshalb konnten wir den Blick ausführlich und so lange wir wollten genießen. Gegen Abend sind wir dann in Hrauneyjar angekommen.
4. Juli 2008 Hrauneyjar - Landmannalaugar
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| Hostel | Landmannalaugar | Rhyolithfelsen | Kratersee |
Heute
stand die ersten Wanderung auf dem Programm und Gudni brachte uns
mit dem Bus nach Landmannalaugar (deutsch die
warmen Quellen der Menschen vom Land). Auf dem Weg dorthin zeigte sich
immer mal die Hekla, doch meistens war der Gipfel von Wolken
verhüllt. Die Hekla ist ein aktiver Vulkan und immerhin 1488 m
hoch. Gudni musste auf der Fahrt mehrmals wegen Fotostopps halten
und jedes mal wurden wir mit einem neuen Motiv belohnt.
Beim Campingplatz haben wir uns dann in 2 Gruppen (Sportgruppe
mit Höhenrausch und Normalos) geteilt und haben dann den ganzen
Tag in den Lava- und Schneefeldern verbracht. Bei einigen gab es
auch nasse Füsse, denn Brücken gibt es hier natürlich keine
und über manche Bachläufe half nur ein Sprung oder es mußte
zuerst eine Brücke aus Steinen gebaut werden, oder halt
Vollkontakt. Auf das Bad in der warmen Quelle haben wir dann alle
verzichtet, denn dort soll es laut lonley planet nur so von
Keimen wimmeln. Abends gab es dann im Hostel ein leckers Sandwich.
5. Juli 2008 Hrauneyjar - Seljalandfoss - Gigjökull - Skogafoss - Skogar
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| Seljalandfoss | Gigjökull | Skogafoss | Skogar |
Der Kompass war heute Richtung Süden eingestellt denn das Ziel war heute Skogar. Auf dem Weg dorthin passierten wir den Seljalandfoss. Bei diesem Wasserfall ist die Besonderheit, dass man sogar hinter den herabstürzenden Wassermassen laufen kann. Danach brachte uns Gudni in das fruchtbare Thörsmörktal und wir verbrachten dort fast den ganzen Tag. Besonders beeindruckend war der Gletschersee beim Gigjökull, denn dort konnte man fast bis zum Gletscher laufen und so nah kommt man den weißen Riesen selten. Das Bier schmeckt bei so einer Kulisse natürlich besonders gut. Am Abend sind wir dann zu unseren nächsten Unterkunft nach Skogar gefahren. Die Jugendherberge lag direkt neben dem Skogafoss und der rauschte die ganze Nacht. In Skogar haben wir zum ersten Mal unser Abendessen zubereitet und es gab lecker Hähnchen mit Ketchup und Karotten.
6. Juli 2008 Skogar - Papageientaucher - Kap Dyrholaey
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| Die Führung macht der Chef persönlich | Heimatmuseum Skogar |
Um
9:00 hatten wir heute ein Verabredung im Heimatmuseum von Skogar.
Dort wurden wir von Pordur Tomasson (87 Jahre), dem
Museumgründer und Besitzer persönlich empfangen. Er hat
offenbar sein ganzes Leben gesammelt und hier die komplette
Geschichte von Island zusammengetragen. Im Hauptgebäude findet
man Holzgeräte aus der Landwirtschaft, alles zum Fischfang,
Walfischknochen und ausgestopfte Tiere. Im Freigelände sieht man
eine Schule, eine kleine Kirche und verschiedene Wohnhäuser und
bekommt hier einen guten Eindruck wie die Isländer früher
gelebt haben. Herr Tomasson hat offenbar eine besondere Vorliebe
für Musikinstrumente und beim Rundgang hat er bei jedem ein
fröhliches Liedchen angestimmt.
Da heute Sonntag war wurde natürlich auch die Kirche besucht und
dort gab es sogar ein deutsches Gesangbuch und wir durften 2
Lieder zum Besten geben. Leider war die Tonart etwas zu hoch und
auch das Tempo war viel zu schnell. Verabschiedet wurden wir mit
der deutschen Nationalhymne. Neben dem Heimatmuseum wurde 2002
ein weiteres Museum eröffnet. Im Verkehrsmuseum wird die Entwicklung des Verkehrs
in Island aufgezeigt. Man findet dort Sattel- und Zaumzeug, alte
Auto- und Bootsmotoren, Straßenbaugeräte, alte Autos und
Motorräder u.v.a. Auch der Geschichte von Post, Elektrifizierung
und Telekommunikation wird Rechnung getragen.
Danach haben wir Skogar verlassen und der nächste Stop war eine große Papageientaucherkolonie und jetzt konnten wir endlich diese lustigen Vögel aus der Nähe beobachten. Anders als in Europa gibt es hier an der Steilküste keinerlei Absperrungen und so konnte man bis an den Rand der Klippen laufen und Jens konnte mit seinem Teleobjektiv die Lundis aus nächster Nähe fotografieren. Wir konnten uns dort kaum sattsehen und auch im Film dauert das Kapitel etwas länger. Man möge mir das verzeihen, aber ich fand die Lundis so super.
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| Fratercula arctica | Papageientaucher |
Nach dem ausführliche Fotoshooting an den Klippen haben wir noch das Kap Dyrholaey besucht. Hier ist der Strand Schwarz und es gibt eindrucksvolle Basaltformationen und am Strand gab es ganz viele tolle Steine und davon durften auch ein paar die Heimreise mit nach Deutschland antreten. Offenbar gab es ein paar Teilnehmer, die sogar Übergepäck wegen den Findlingen bezahlen mußten. Simeon fand den großen Flachen zum Anbeisen gut und auch in Unterhausen bei meinen Eltern sind ein paar untergekommen, so dass wenn es sich doch um Elfenwohnungen handelt, diese gute Pflegeeltern bekommen haben.
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| Kap Dyrholaey | Basaltformation | Unterkunft |
Anschließend fuhr uns Gudni zu unserer Unterkunft in (Horgsland) und wir freuten uns alle schon auf die schönen Holzhäusschen. Die Möbel waren zwar alle von IKEA aber sehr hübsch eingerichtet und als Abendessen gab es leckeren überbackenen Fisch oder Lamm und diese Unterkunft sollte die schönste auf unserer Rundreise sein.
7. Juli 2008 Skaftafell - Svartifoss - Jökullsarlon-Gletscherlagune - Berunes
Am Montag machten wir uns auf den Weg zum Skaftafell-Nationalpark. Dieser ist ein Teil des Vatnajökull-Nationalparks und wir waren schon alle darauf gespannt wieviel der weiße Riese heute bereit war von sich zu zeigen. Auf dem Weg dorthin hielten wir kurz am Flughafen und erkundigten uns nach einem Rundflug über den Gletscher, doch der Gletscher wollte heute offenbar seine Ruhe haben denn er war in dichte Wolken gehüllt und es war leider nicht möglich den geplanten Rundflug durchzuführen.
Im Informationszentrum wurde ein eindrucksvoller Film vom Ausbruch des Grímsvötn aus dem Jahre 1996 gezeigt. Der Vulkan war unter den Eismassen "verborgen" und durch den gewaltigen Ausbruch schmolz das Eis und es gab eine riesige Flutwelle, die sogar die Ringstrasse Nr. 1 unterbrochen hat. Das "Delta" der Flutwelle sieht man heute noch recht deutlich. Nach der Filmvorführung wurde noch ein bischen gewandert und wir haben dem schwarzen Wasserfall Svartifoss einen Besuch abgestattet.
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| das war mal ne Brücke | Skogafoss | bei der Lagune | lecker Eis |
Nach der Mittagspause ging es weiter zur Jökullsarlon Gletscherlagune. Dort war leider immer noch Nebel, aber dadurch liesen wir uns nicht aufhalten, ruckzuck hatten wir die Schwimmwesten an und das Amphibienfahrzeug bestiegen und los ging die Tour. Das war echt der Hammer. Man hat sich teilweise echt wie James Bond gefühlt. Ein Teil des Streifens (Die another day) wurde genau auf der Gletscherlagune gedreht und hinter jedem Eisberg hat man darauf gewartet dass ein Austin Martin um die Ecke kommt. Die Eisriesen treiben ganz langsam an einem vorbei und der Guide hat sogar einen kleinen Eisberg aus dem Wasser gefischt und jeder durfte 1000 Jahre altes Eis probieren. Nach der Tour habe ich mich erst mal hingesetzt und den Eisriesen bei Ihrer Reise zum Meer zugeschaut und je nach Lichteinfall schimmerten einer weiss der andere blau. War schon eine besondere Atmosphäre mit dem Nebel, dem schwarzen Sand und den weißen Eisbergen. Einer meinte es besonders gut und dreht sich vor uns um die eigene Achse und setzte dann seine Reise zur Küste fort.

Geschlafen haben wir diese Nacht in einer kleinen Hütte bei einer im Sommer leerstehenden Schule. War für eine Nacht ok und auch das mit dem Essen ging gut, denn ich hatte mich für Fisch entschieden und der war warm und die Portion groß genug.
8. Juli 2008 Berunes - Myvatn
Heute ging es weiter Richtung Myvatn und auf dem Weg dort hin stoppten wir am größten Wasserfall (Dettifoss) von Europa. Auf einer Breite von fast 100 Metern stürzen hier etwa 200m³ Wasser 44 Meter in die Tiefe der Schlucht. Auch hier gab es keinerlei Absperrungen und wir konnten bis an die Kante gelangen und den Wasssermassen zuschauen. Am Nachmittag erreichten wir dann das geothermische Gebiet von Namaskard. Dort roch es doch sehr deutlich nach Schwefelwasserstoff und überall blubberte und dampfte es.
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| Dettifoss | kochender Schlamm | zum Baden nicht geeignet | Volker beim Temperaturmessen |
Hier soll es schon Touristen gegeben haben, die Ihre Dose Ravioli direkt in so einem heißen Becken gekocht haben. Durch das super Wetter hatten wir auch hier blauen Himmel und die Erdfarben haben besonders gut gewirkt. Nach 15 Minuten Busfahrt sind wir dann in unserem nächsten Quartier in der Nähe von Myvatn angekommen und dort waren wir nicht die einzigen Gäste. Wir teilten die Unterkunft mit Österreichern und Italienern, die Abends natürlich alle zur gleiche Zeit Ihr Abendessen kochen wollten. Bei uns wurde heute mal für die ganze Gruppe gekocht und jeder konnte eine Aufgabe übernehmen. Es gab dann als Vorspeise einen Salatteller, dann Reis mit Putenstreifen und leckerer Sauce und Gemüse und es hat allen sehr gut geschmeckt.
9. Juli 2008 Myvatn
Am Morgen besuchten wir die Lavafelder von Leirhnjukur und auch hier roch es an manchen Stellen wieder sehr stark nach faulen Eiern aber das waren wir inzwischen ja schon gewohnt. Auch hier gab es wieder milchige Seen und schwarze Lavafelder und hier wächst auch nach 300 Jahren immer noch kein Gras. Nach der kleinen Rundwanderungen hat uns Gudni dann zum großen See in Myvatn gebracht und dort findet man die sogenannten Pseudokrater. Aus diesen Kratern wurde kein vulkanisches Material ausgestoßen sondern hier enstand durch das explosive Zusammentreffen von Lava und Wasser diese kleinen Kegel. Unweit unseres Hostels steht auch eine Kirche direkt am erstarrten Lavastrom und hier soll der Pfarrer allein durch seine Gebete den Lavastrom zum Stillstand gebracht haben.
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| Leirhnjukur | Lavafeld | Mückensee | Kirche |
10. Juli 2008 Myvatn - Husavik - Akureyri - Siglufjördur
Der Kompass war heute Richtung Norden eingestellt, denn es ging zunächst Richtung Husavik. Dort wollten wir uns einmal wie Kapitän Ahab versuchen und dem größten Säugetier der Erde einen Besuch abstatten. Hier im Norden soll es im Sommer von Walen nur so wimmeln. Wir also ganz euphorisch rein in die dicken Jacken und rauf auf den Kutter und Leinen los. Ich habe mir extra vorgenommen immer auf einen Fixpunkt am Horizont zu schauen und ja nicht seekrank zu werden, aber alle diese Tricks haben nicht geholfen. Mir wurde mal richtig schlecht und das Frühstück habe ich dem Meer gespendet und gerade als ich mal wieder in dem kleinen weißen Häuschen war hat sich so ein Riese offenbar blicken lassen. Schade.... aber ich finde Whalewatching zum Kotzen ;-)
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| Walbeobachtung | Godafoss | Akureyri | Hochland |
Kurz nach dem ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte, war es auch mit der Übelkeit zum Glück vorbei und wir machten uns auf zum Godafoss = Götterwasserfall. Hier soll der Sage nach der Gode Porgeir um das Jahr 1000 n. Chr. heidnische Götterbilder in den Wasserfall geworfen haben, daher dieser Name. Die Mittagspause verbrachten wir heute in der zweit größten Stadt Islands Akureyri (17.000 EW). Im blauen Kranich haben wir uns ein leckeres Stückchen Torte gegönnt und die meisten von uns haben noch ein paar Souvenirs gekauft.
Gegen Abend sind wir dann in der nördlichsten Stadt Islands in Siglufjördur angekommen. Ist echt ein verschlafenes Nest, denn seit der Heringfang beinahe eingestellt wurde, wollte hier offenbar keiner mehr leben. So gab es hier auch nur ein Gästehaus (war echt super) und nur eine Kneipe. Dort haben wir eine leckere Pizza gegessen und ein paar Bierchen getrunken.
11. Juli 2008 Siglufjördur -Vatnsnes
Nach dem Frühstück besuchten wir das Heringsmuseum der Stadt und man konnte sehen was hier mal los war gewesen sein muss. Die Fahrt ging weiter Richtung Westen und wir stoppten als nächstes am Auswanderungsmuseum. Hier gab es viele Bilder von nach Amerika ausgewanderten Isländern, denn viele verliesen die Insel um in Amerika ihr Glück zu versuchen.
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| Heringsmuseum | Lagerhäuser am Hafen | Fischerboote | Osar |
Gegen Nachmittag hat uns Gudni dann zur Jugendherberge in Osar gebracht. Hier wurden wir von Knudur, dem einsamen Bauernsohn und seiner Mutter schon sehnsüchtig erwartet. In dieser Gegend gibt es offenbar zuwenig Frauen und er hofft jedes Mal dass bei den Gruppen seine Traumfrau dabei ist und er endlich eine Bäuerin für seinen Hof findet. Gegen Nachmittag besuchten wir noch die Seehunde direkt am Fjord und genossen ein kühles Bier direkt am Strand. Da es hier in der Gegen leider keine Kneipe gab, war mal wieder Selbstverpflegung angesagt und die Männergruppe hat sich für Toast Hawai entschieden und es hat allen sehr gut geschmeckt.
12. Juli 2008 Vatnsness- Djupavik
Zum Frühstück hat uns die Mutter von Knudur frische Pfannkuchen gemacht und der Frühstückraum befand sich in einer Jurte. Auf dem Weg nach Holmavik stoppten wir an einem Waisenhaus für Lämmer und wer wollte konnte den Kleinen ein Fläschchen geben. Dort ist dann auch Gudnis Sohn zugestiegen und der durfte uns und seinen Papa die nächsten Tage auf der Bustour begleiten. Gegen Mittag erreichten die kleine Ortschaft Holmavik (ca. 300 EW). Leider hat es inzwischen angefangen zu regnen und die karge Landschaft wirkte noch trostloser. In Holmavik gibt es als Sehenswürdigkeit das Museum für Magie und Hexenkunst. Kein Wunder dass sich die Leute in der Gegend mit solchen Dingen beschäftigen, denn hier muss im Winter doch recht einsam sein.
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| Jurte | wie kann man die nur essen? | Gasthaus in Holmavik | hier gab es nicht mal eine befestigte Strasse |
Übernachtet haben wir in einer über die Sommermonate geschlossenen Schule und da es nicht genug Betten gab, durften wir Jungs dieses Mal eine Nacht auf Matratzen verbringen. Auch hier war wieder Männerkochgruppe angesagt und heute gab es Tortellini mit Tomatensauce. Auch die ist uns wieder gelungen und am Abend sind wir doch alle recht bald in unser Schlafquartier verschwunden.
13. Juli 2008 Djupavik - Grundarfjödur - Rejkjavik
Da das Wetter heute auch nicht besser war und die sanitären Einrichtungen der Unterkunft äußerst einfach waren packten wir ruckzuck unsere sieben Sachen und los ging es wieder Richtung Zivilisation, denn so langsam hatte ich genug von den Fjorden und der Einsamkeit.
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| in den Westfjorden | Hafen | Hakal | Grundafjödur |
Mittagspause haben wir in Stykkisholmur gemacht und wer wollte konnten den kleinen Hügel mit Leuchtturm im Nieselregen erklimmen. Darauf habe ich jedoch verzichtet und das Bier in einer kleinen Kneipe war zehnmal besser. Gegen Nachmittag haben wir uns noch das Haimuseum in Bjarnarhöfn und dort wurde gezeigt wie Hakal hergestellt wird. Das fermentierte Haifleisch diente den Fischern als Proteinquelle und hier konnte jeder der wollte auch probieren. Mir hat alleine schon der Geruch gereicht und schon wieder Spucken wollte ich nicht. Gegen Abend erreichten wir unsere Jugendherberge in Grundafjödur und Abends gab es das Abschiedsessen (Fisch oder Lamm) in einem kleinen Hotel in der Stadt. Leider waren die Portionen doch sehr übersichtlich, so dass Volker, Jens und ich noch einen Stop in der einzigen offenen Sportsbar machten und dort noch einen Snack bestellten und ein Bier getrunken haben.
14. Juli 2008 Grundarfjödur - Rejkjavik
Heute wurde im Bus zunächst entschieden ob nochmal gewandert wird oder Gudni uns direkt nach Rejkjavik bringt, leider wollte die Mehrheit nochmal auf so einen Vulkankegel klettern und die Minderheit durfte 2 Stunden im Bus auf die anderen warten. Bei der Wanderung hat sich eine Dame auch noch verlaufen und so erreichten wir erst gegen 14:00 die Hauptstadt Rejkjavik. Gudni war so nett und hat uns dann noch kurz zur Perla gebracht. Sind alte Wasserspeicher und bei schönem Wetter hat man von dort oben einen tollen Blick über die Rauchbucht. Danach bezogen wir unser Quartier im Hostel der Heilsarmee und die Männergruppe besuchte das Nationalmuseum von Island. Anschließend ging es auf Shoppingtour und gegen den Hunger haben wir uns einen Hotdog gegönnt.
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| Steilküste | Eldborg | Isländische Pferde | Rejkjavik |
Hier waren wir endlich mal wieder unter Menschen und es gab Cafes und Restaurants und viele Läden zum Schauen und Kaufen. Die Hallgrimskirkja war leider eingerüstet und hier ging es mir wie damals an der Sphinx in Ägypten, Foto ja aber nur mit Gerüst. Auf Grund der Bauarbeiten war auch an manchen Stellen die Strasse aufgerissen und man konnte die Heizungsrohre sehen die im Winter für eisfreie Gehwege führen und die Leute mit Erdwärme zum Heizen versorgen.
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| Am Hafen | Heizungsrohre | Shoppingcenter | in der Eisbar |
Abends viel die Wahl auf ein riesiges Fischbuffet mit allerlei Köstlichkeiten aus dem Atlantik und es hat allen sehr gut geschmeckt. Als Highlight gab es in diesem Restaurant noch eine Eisbar und dort konnte man bei -6° einen Cocktail schlürfen, was wir als richtige Touristen auch getan haben. Die Männergruppe hat sich vor der kurzen Nacht noch ein paar Bierchen gegönnt und gegen 3:00 hat uns der Bus dann auch schon wieder abgeholt und uns zum Flughafen nach Keflavik gebracht.
Nach 3 Stunden Flug sind wir dann wieder sicher in Frankfurt gelandet und die Gruppe hat sich wieder in alle Himmelsrichtungen verteilt und das waren also 14 Tage Island.
Schön war's und wie würde Gudni sagen
Jau Ja
