Reisetagebuch Borneo 2010
Freitag 22.10.2010
Bin heute um 5:30 aufgestanden und Minicar hat mich um 6:45 in LB abgeholt und zum BHF in Stuttgart gebracht. Weiter ging es mit dem ICE nach Frankfurt. Am Checkin-Schalter von Malaysia-Airlines hat bereits Kirstin gewartet. Gegen 10:30 war dann auch Henni da und wir haben unser Gepäck nach Kuching eingecheckt. Djoser hatte die Plätze bereits reserviert und so saßen wir nebeneinander. Nach über 12 Stunden Flug sind wir dann in Kuala Lumpur gelandet.
Samstag 23.10.2010
Dort sind wir so gegen 7:00 Ortszeit angekommen. Durch die Zeitzonen waren wir alle doch recht müde. In KL mussten wir alle nach Malaysia einreisen, der Zoll war um diese frühe Uhrzeit noch nicht besetzt und somit gab es keine Probleme. Leider hatte unser Anschlussflug doch etwas Verspätung und so waren wir erst gegen 15:00 im Hotel (Telang Usan) in Kuching. Dort sind wir kurz unter Dusche gehüpft und dann war auch schon das erste Briefing durch Jutta in der Lobby. Der Vortrag dauerte doch etwas länger ;-). Bei der ersten kurzen Kuching Begehung haben wir dann beschlossen das können wir gut alleine und haben uns von der Gruppe abgesetzt. An der Waterfront gab es lecker Abendessen und nach einem Schlummertrunk in der Bar neben dem Hotel ging es ins Bett
Sonntag 24.10.2010
Heute Morgen war ich doch schon um 5:00 munter und habe lecker geduscht. Nach dem Frühstück ging es um 8:00 zum Wildlife Center Semenggoh etwas außerhalb von Kuching. In diesem Park gibt es zweimal am Tag eine Fütterung von ausgewilderten Orang Utans, die je nach Lust und Laune an der Futterstelle erscheinen. Wir hatten Glück den Richie gab sich heute Morgen die Ehre und es war schon beeindruckend so einen Waldmenschen aus der Nähe zu sehen. Nach diesem Stopp sind wir wieder Richtung Kuching gefahren und haben auf einem großen Markt gestoppt. Hier habe ich mir eine neue Sonnenbrille gekauft, denn ich hatte meine tatsächlich daheim vergessen. Die Brille war mit 190 Ringit ausgezeichnet, aber warum auch immer, heute gab es 50% Rabatt. Gegen Mittag haben wir dann noch das Sarawak Cultural Village besucht. Ist eine Art Freilichtmuseum, wo verschiedene Volksstämme Ihre Unterkünfte nachgebaut haben und wir somit schon mal einen ersten Einblick bekommen konnten. Besonders nett fand ich den Ausweis zum Abstempeln. In jedem Haus gab es einen anderen Stempel und hinterher hatte man sieben in seinem Büchlein. Gegen 16:30 gab es in dem Zentrum noch eine Vorführung von Tänzen und Gesängen und Henni durfte einem Iban beim Blasrohrschiessen helfen und siehe da sie hat den Ballon zum Platzen gebracht. Am Abend haben wir uns Seafood gegönnt (es war ja schließlich Sonntag). Es gab Shrimps, leckeres Fischfilet, zwei große Krabben und leckeres Dschungelgemüse. Nach einem Schlummertrunk in der Bar neben dem Hotel sind wir dann brav ins Bett gegangen.
Montag 25.10.2010
Nach dem Frühstück im Hotel ging es um 8:00 los per Bus zum Bako Nationalpark. Dieser Park ist nur via Boot erreichbar. Jeweils 5 Personen wurden dann zum Eingang des Nationalparks gebracht und bereits am Strand haben wir ein paar Bartschweine angetroffen. Nach dem Bezug der Unterkünfte konnte jeder seinen Tag frei gestalten. Jens, Henni, Kirstin und ich haben uns für den Lintang-Trail entschieden. Ein ca. 6 km langer Rundwanderweg, der es aber bei solchen Temperaturen in sich hat. Zunächst geht es doch recht steil den Berg hinauf und man schwitzt doch etwas mehr als in Deutschland. Auf dem Weg haben wir leider keine Tieren gesehen, aber die wahrscheinlich uns ;-) Sehr beeindruckend waren die tropischen Pflanzen am Wegesrand. Wie auch schon im Dschungel von Venezuela gibt es in Borneo fleischfressend Pflanzen. Für die Wanderung haben wir knapp 5 Stunden gebraucht und Muskelkater haben wir am Dienstag bestimmt alle auch. Auf dem Rückweg zur Kantine haben wir die ersten Nasenaffen gesehen. Besonders die Männchen haben ein ausgeprägtes Riechorgan und auch die Laute sind wohl einzigartig. Nach der Wanderung war mein erstes Ziel die Kantine und ich habe erst mal eine Cola und gleich anschließend noch ein kühles Bier gebraucht. Die anderen drei sind dann kurz danach auch angekommen und jeder nahm das eine oder andere Getränk zu sich. Danach sind wir alle unter die kalte Dusche gehüpft und um 18:30 gab es dann ein Abendessen. Nach dem Briefing durch Jutta haben wir uns dann noch vor unser Zimmer gesetzt und noch das ein oder andere Tiger-Bier getrunken.
Dienstag 26.10.2010
Heute bin ich um 5:30 aufgestanden, denn wir haben uns zu fünft eine Dusche und ein Klo geteilt. Nach dem Frühstück hat uns ein Boot wieder zurück zum Bus gebracht und wir waren so gegen 10:00 wieder beim Hotel. Hier kurz den Rucksack ausgepackt und gleich den Wäschesack für die Wäscherei gepackt. Die Dame hinter dem Tresen hat die Wäschestücke sortiert und dann den Preis ausgerechnet. Für 28 Ringit wurde alles gewaschen und lag am Nachmittag fein säuberlich zusammengelegt an der Rezeption. Als Tagesprogramm haben wir uns dann noch für einen Stadtbummel in Kuching entschlossen. Erstes Ziel indischer Tempel, Geldholen am Automaten, dann Promenade am Fluss, leckere Fruchtsäfte in unserem Lieblingscafe, dann der chinesische Tempel, anschließend die Carpenter Straße in Kuching. Die ist fest in chinesischer Hand und ich habe T-Shirt für Joshua und Simeon gefunden. Gegen 16:00 waren wir wieder zurück im Hotel und habe die News online gelesen und noch viel besser ich habe 7 Postkarten (Joshua, Simeon, Papa & Mama, Familie Beck, Georg, Familie Häußler und Moni) geschrieben und an der Rezeption abgegeben. Hoffentlich kommen dieses Jahr mehr an, als aus Venezuela.
Mittwoch 27.10.2010
Nach dem Frühstück haben wir Kuching verlassen und uns auf den Weg zu den Ibans gemacht. Das Langhaus lag am Lemanak-Fluss. An der Anlegestelle haben uns die Bootsmänner der Iban bereits erwartet. Jeweils vier Personen hatten Platz in dem einfachen Einbaum. Nach ca. einer Stunde waren wir bei der Siedlung der Iban angekommen. Für uns Touris gab es ein extra Gästehaus mit Küche und WC. Der WKD war wohl hier schon länger nicht mehr ;-). Toiletten und die Duschen waren doch recht einfach. Die Kinder hatten mit uns großen Spaß und Jutta zeigte uns die Unterkünfte und wir durften auch eine Wohnung von innen sehen. Um kurz vor 19:00 hatte unser Guide zusammen mit den Iban das Abendessen fertig. Es gab Chicken, Dschungelgemüse, Reis und Nudeln. Gegen 20:00 war dann Showtime im Langhaus und wie es sich gehört haben wir vor der Tür unsere Treckingsandalen ausgezogen und vor die Tür gestellt. Begrüßt hat uns der Dorfvorsteher. Als Welcomedrink gab es zunächst Reiswein und anschließend Reisschnaps. Den ersten Auftritt hatte der Dorfälteste. Nach seinem Tanz erklärte er uns den Trinkspruch 3x Ohhhhhhhaaaaaa und dann weg das Zeug. So schlecht schmeckt der Federweißer gar nicht, den Schnaps fand ich richtig lecker. Als nächstes zeigte uns ein junges Iban-Mädchen einen weiteren Tanz. So richtig wohlgefühlt hat sie sich dabei wohl nicht. Nach zwei weiteren Tänzen und Getränkerunden gab es eine Polonaise und wer wollte konnte ein Gruppenbild machen. In der Zwischenzeit wurden die Verkaufsstände aufgebaut und die Ibans verkauften Ihre Knüpfer- und Schnitzereien. So gegen 21:30 haben wir uns den Rückweg zu unserem Gästehaus gemacht. Dabei musste Jens und Detlef feststellen, dass ihre Trekkingsandalen fehlten. Jetzt ging die große Diskussion los, aber das brachte die Sandalen auch nicht zurück. Inzwischen regnete es doch sehr heftig und so gegen 23:00 bezogen wir unsere Zweierkabinen unter dem Moskitonetz.
Donnerstag 28.10.2010
Auf das Duschen haben wir heute alle verzichtet und nach dem Frühstück ging es per Einbaum zurück zur Anlegestelle. Unser Tagesziel war Sibu. So gegen 14:00 waren wir auch endlich da. Im Paramounthotel nutzen wir alle erst einmal die Sanitäranlagen und nach einer Dusche galt es zunächst neue Sandalen für Jens zu kaufen. In einem Shoppingcenter wurden wir recht schnell fündig. Als nächstes besuchten wir den chinesischen Tempel, dann die Markthalle mit allerlei skurrilen Dingen wie Hühner in Zeitungspapier eingewickelt, oder lebendige Sago-Maden. Beim kleinen Stadtrundgang haben wir ein Cafe mit richtig guten Cocktails gefunden. Ok Jack have Sex on the beach kannte ich auch noch nicht, aber mein Sunset Tequilla und meine Queen Mai Thai war sehr lecker. Dort gehen wir noch mal hin ;-) Abendessen gab es heute direkt vom Nightmarket in Sibu und es war sehr lecker. Auf dem Rückweg gab es noch Feierabend-Cocktails und die beiden Sweet Revenge waren super lecker. Erst nach Mitternacht waren wir wieder im Hotel.
Freitag 29.10.2010
Abfahrt 5:30 ohne Frühstück, Fahrt nach Niah, Heute war der erste lange Fahrtag und die einheimischen Busse sind für uns großen Europäern einfach etwas zu klein und die meisten hatten doch Probleme mit Ihren Beinen, oder es war mal wieder zu kalt wegen der Klimaanlage. So gegen 15:00 waren wir dann beim Nationalpark in Niah mit der Höhle als Hauptattraktion. Nach ca. 3 km befestigtem Dschungelpfad erreichten wir den Eingang der Höhle. Hier gab es durch das Licht tolle Farbenspiele. In der Höhle konnte man sich ohne Guide bewegen und so machten wir uns auf den Weg durch die Höhle. Die Ausmaße waren doch recht gewaltig und wir haben die ganze Höhle durchquert.Beim Rückweg begann es bereits zu dämmern und wir beeilten uns vor der Dunkelheit wieder am Eingang des Nationalparks zu sein. So gegen 19:30 waren dann beim Hotel und nach dem Einchecken gab es Abendessen beim Chinesen gegenüber.
Samstag 30.10.2010
Fahrt nach Miri Unser Frühstück gab es heute direkt aus einer Bäckerei. Der Bäcker hatte eine Deutschland-Trikot an und schwitzte doch ziemlich beim Pfannkuchen backen. So ein Einsatz muss belohnt werden. Ich habe ihm kurz vor Abfahrt meine Deutschland-Mütze geschenkt und er hat sich riesig gefreut. Gegen 10:00 haben wir dann Niah verlassen und so gegen Mittag sind wir dann in Miri angekommen. Das erste Ziel war das Meer und wir genossen den Aufenthalt am Strand. Eine Welle hätte fast meiner Lumix das Leben gekostet aber Kirstin und ich konnten das Gleichgewicht gerade noch halten. Der nächste Stopp war die erste Ölquelle in Borneo und das Museum für Ölförderung. Die dreckige Wäsche haben wir zur Wäscherei gebracht, Geld gewechselt und das Ming-Cafe besucht. In diesem Cafe gab es Essen für Touristen und auch Cocktails. Wir haben alle ganz tapfer einen Mochito bestellt und schon nach dem ersten Schluck haben wir gemerkt, dass der Cocktail nur aus Sprite und Pfefferminzblättern und wohl nur einem Hauch Alkohol besteht. Wir haben uns beschwert und dann auch noch Alkohol nachbekommen, das wurde uns natürlich auch in Rechnung gestellt. Daraufhin haben wir die Chefin zu uns gebeten und nach einer kurzen Diskussion haben wir pro Cocktail nur 15 Ringit bezahlt. Zum Abendessen gab es leckere King Prawns, einen Red Snaper, gebratene Nudeln und Dschungelgemüse. In diesem Lokal ist die Spezialität eigentlich Frosch, aber die haben wir lieber den Chinesen übrig gelassen.
Sonntag 31.10.2010
Ausflug nach Brunei Kenneth hat uns gegen 8:15 am Hotel Miri mit einem PKW abgeholt und los ging es in Richtung Brunei. Nach einer halben Stunde waren wir dann bereits an der Grenze zwischen Malaysia und dem Sultanat Brunei und es gab einen neuen Stempel im Reisepass. Das Sultanat Brunei hat seinen Reichtum durch das Erdöl erlangt und deshalb war unser erster Stopp eine Ölförderpumpe (Donkey) in der Nähe von Siesta. Der nächste Stopp war im Imperial-Hotel. Dort war ich zum ersten Mal auf einem 6 Sterne-WC :. Gegen 11:00 waren wir dann in Brunei Darusalem und haben einen weiteren Stopp an der Gallery gemacht. Hier hat der Sultan mehrere seiner Gastgeschenke ausgestellt. Gegenüber der Gallery war eine kleine Tuning-Messe aufgebaut und bei lauter Technomusik wurden die Neuesten Trends für Felgen und Beschallungstechnik gezeigt. Als Snack gab es einen leckeren Curry-Kebab. Eigentlich kann man in Brunei nur mit der einheimischen Währung zahlen, aber der Verkäufer hat freundlicherweise Ringit genommen. Kenneth brachte uns dann zu den beiden Moscheen, wo die Kuppeln offenbar vergoldet sind ;-). Komischerweise durfte man im Inneren keine Fotos machen, na ja dann sollen sie Ihre Seele doch behalten. Anschließend ging es per Speedboot in die Stadt auf Stelzen. Vom Wasser aus hatte man auch einen Blick auf den Königspalast. Dort gibt es offenbar über 1000 Schlafzimmer und 200 Bäder. Na ja wer es braucht. Der Guide hat uns anschließend in ein Haus geführt und somit bekamen wir einen Einblick in diese Lebensform. Zurück am Hafen hatten wir alle doch etwas Hunger und so gab es eine leckere Pizza Margarita und einen leckeren O-Saft. Bezahlt haben wir mit Visa-Karte denn Brunei-Dollar wollten wir keine mehr tauschen. Anschließend ging es zurück Richtung Sarawak und gegen 18:30 hatten wir zwei weitere Stempel in den Pass bekommen. Departure Brunei und Immigration Malaysia. Nun haben wir keine Departure-Karte mehr im Pass. Mal schauen ob das bei der Ausreise Problem gibt. Gegen 19:00 waren wir dann wieder in Miri und unser Abendessen gab es heute im Ming-Cafe. Auch heute waren wieder auffällig viele Ausländer in diesem Cafe und die "Fräuleins" haben sich um diese Herren ausführlich gekümmert. Für die Ladies gab es heute 3 Getränke for free. Ich hab mir einen Margarita für 15 Ringit gegönnt. Als Souvenir haben Jens und ich uns noch ein Poloshirt geholt.
Montag 01.11.2010
Flug von Miri nach Mulu Abfahrt 8:00 zum Flughafen in Miri. Um 9:30 ging dann unser Flug mit einer Turboprob-Maschine nach Mulu. Der Flug hat nur eine halbe Stunde gedauert und so gegen 10:00 sind wir dann in Mulu gelandet. Ein Pickup brachte uns dann zum Nationalpark in Mulu. Um 14:00 hat uns dann der lokale Guide an der Mensa abgeholt und es ging zu den ersten der vier Höhlen (Deer und Langs-Cave). Die erste Höhle war die Langs-Cave. In dieser Höhle gab es riesige Tropfsteine und riesige Hallen. Die zweite Höhle (Deer-Cave) ist die Heimat von 3. Millionen Fledermäusen. Nach dem Höhlenrundgang warteten wir vor dem Ausgang auf den Ausflug der Fledermäuse. In der Dämmerung ging es dann zurück zum Camp. Um 19:30 gab es dann Abendessen in dem Restaurant außerhalb von dem Nationalpark. Es gab lecker Reis, Farn-Gemüse, Kohl, Fisch und Hühnchen und auch ein oder zwei Biere haben wir uns geleistet. Gegen 23:00 war dann Bettcheck und alle waren gespannt wie man in einem Gruppenschlafsaal schläft. Um 24:00 wurde im Camp der Strom abgestellt und auch die Ventilatoren an der Decke gingen aus und man hörte nur die Geräusche des Dschungels.
Dienstag 02.11.2010
Wir haben alle gut geschlafen und um 7:30 gab es lecker Pfannkuchen mit Banane zum Frühstück und ich hab heute mal einen Tee getrunken, denn braune Brause zum Frühstück ist nicht so lecker. Gegen 8:30 sind wir dann zu den nächsten beiden Höhlen aufgebrochen. Wind und Clearwatercave. Die beiden Höhlen sind ca. 3 km vom Camp entfernt, aber wir haben uns heute für das Boot entschieden. Der erste Stopp war bei den Penan-Indianern. Sie sind eigentlich Nomaden und leben ebenso wie die Iban in Langhäusern. Auf dem kleinen Tourimarkt gab es Blasrohre, Nasenflöten und Armbänder in allen Farben und Formen. Hab mir heute ein kleines Blasrohr gekauft und jetzt hoffen wir mal dass wir es auch heil nach Deutschland bekommen. Die Windcave war die erste Höhle und der Guide zeigte uns wieder die Besonderheiten der Höhle. Hier spürt man wirklich den Wind und daher kommt wohl auch der Name. Die zweite Höhle war nur 400 m von der Ersten entfernt und zum Eingang ging es 200 Stufen rauf. Dies war mal wieder richtig schweißtreibend. Die Clearwatercave besteht aus der Ladycave und der eigentlichen Clearwaterhöhle. Das besondere in der Clearwatercave ist der unterirdische Fluss, der sich immer tiefer in die Höhle frisst. Gegen 13:00 sind wir dann per Einbaum zurück zum Camp gefahren und dabei schier gekentert, denn durch den nächtlichen Regen war der Wasserstand doch etwas angestiegen und nicht mehr alle Steine sichtbar und rums schon hatten wir den ersten Stein gerammt und das Boot änderte die Richtung Kurs Ufer und Strauch. Der Steuermann vor mir hat dabei sein Ruder verloren und ich habe mich mit einer Liane angelegt. Ich habe 2 Kratzer am rechten Arm und einen blauen Fleck am rechten Oberarm. Im Camp habe ich mir Mee Goreng gegönnt und den Nachmittag auf der Terasse vor der Kantine verbracht und endlich meine Henkerstochter fertig gelesen. Um 19:30 war für heute ein Grillabend organisiert. Als Apero gab es Reiswein, dann gebratenen Farn, Spinat, Hähnchenschlegel, Reh, Würstchen, Rührei und Bier. So gegen 21:00 waren wir zurück im Camp. In unserem großen Schlafsaal war es diese Nacht etwas wärmer und Mäuse oder noch größere Nager haben die Kekse von Sabine gemopst.
Mittwoch 03.11.2010
Heute gab es um 7:30 Frühstück,lecker Pancake und Tee. Um 10:00 waren wir mit dem Ranger zum Canopi-Walk verabredet. Keiner wusste wie das genau abläuft. Am Ausgangspunkt gab es erst eine Einweisung. Immer nur zwei auf einer Brücke, Schaukeln und Hüpfen ist außerdem verboten. Nach der ersten Brücke wussten wir schon warum, es hat doch ganz schön gewackelt, aber alle sind wieder heil angekommen und es war echt super. So gegen 13:00 waren wir wieder im Camp und es gab wieder lecker Mee Goreng. Gegen 14:00 wurden wir dann wieder zum Flughafen von Mulu gebracht. Nach 30. Minuten waren wir dann wieder in Miri. Dort mussten wir die Maschine verlassen, eine neue Bordkarte holen um dann wieder in der gleichen Maschine Platz nehmen. Nach 45. Minuten sind wir dann in Kota Kinabulu in Sabah gelandet. Ein großer moderner Bus hat uns dann zum Hotel gebracht. Hier gab es erst eine kurze Dusche und dann ab zum Nightmarket. Dort gab es zwar viel zu sehen, aber gegessen haben wir an der Waterfront. Nach dem Essen wollten Henni und Kirstin noch zur Massage, Jens und ich haben uns noch einen Cocktail in einer Kneipe mit Livemusik gegönnt. War eine Band aus den Philippinen die ganz gute Musik gemacht hat.
Donnerstag 04.11.2010
Heute konnten wir zum ersten Mal ausschlafen, denn es gab erst um 9:30 Frühstück. Nach dem Frühstück hatten Henni und Kirstin einen Termin zur Massage, Jens und ich sind bei der Bullenhitze durch die gekühlten Kaufhäuser gebummelt und haben ein paar Souvenir gekauft. Um 13:00 war dann Abfahrt und es ging einem richtig großen Bus Richtung Kinabalu. Ist der höchste Berg auf Borneo (4095m) und bei Djoser kann dieser Berg optional bestiegen werden. Kurz vor unserem Hotel in Kundasang haben wir auf einem Aussichtspunkt schon mal einen Blick auf den mächtigen Gipfel erhaschen können. Im Hotel (Cottage) gab es dann Abendessen und wir haben es mal wieder geschafft dass es im Kühlschrank kein Bier mehr gab.
Freitag 05.11.2010
Heute gab es um 7:00 Frühstück und gegen 7:45 war schon Abfahrt denn Denise musste rechtzeitig für die Bergbesteigung am Gate im Nationalpark sein. Wir haben uns dann auch gleich zum Einstieg bringen lassen und dann einen Trail zum Wandern ausgesucht. Waren ca. 6 km und es ging die meiste Zeit bergab. Kirstin und ich haben den Weg in 2,5 Std. geschafft, gerade noch rechtzeitig bevor es zu regnen begann. Habe mich dann im Balsacafe am Büffet gestärkt und Kirstin und ich haben mit Jutta und JJ gesprochen. Nach einem kurzen Besuch im Infocenter haben wir uns dann auf den Weg zum Botanischen Garten gemacht, dort haben wir Jens, Henni und Uli getroffen. Inzwischen sind die Wolken vom Berg heruntergekommen und es hat leicht geregnet. Kirstin und ich haben uns dann in einem Restaurant noch einen Pinnappleshake gegönnt und um 17:30 hat uns der Bus wieder ins Cottagehotel gebracht.
Samstag 06.11.2010
Heute gab es um 7 wieder Frühstück und um 8 haben wir uns auf den Weg zu einer Teeplantage gemacht. Bei einem Produktions-Rundgang wurden uns alle Schritte gezeigt. Vor dem Mittagessen konnte wer wollte noch durch einen Fluss laufen und dabei haben wohl einige ein unfreiwilliges Bad genommen. Im Restaurant von der Teeplantage gab es dann ein Mittagessen. Der nächste Stopp war in der Nähe von Ranau bei den Fischen die an den Füßen knappern. Das war ein tolles Erlebnis, aber es sollte noch besser werden. Bei den Heisswasserquellen in Poring haben wir uns zunächst die Schwefelquellen angeschaut, aber die waren total überlaufen. Der Wasserfall war auch langweilig, so dass nur noch der Tropical Garden übrig war. Dort lebt Jackie. Ist ein Orang Utan der als Säugling vom Baum gefallen war und nur knapp überlebte und jetzt bei den Rangern lebt. Jutta hat am Eingang gefragt ob Jackie da ist und tatsächlich er war am Eingang vom Rangerhaus. Ein Ranger hat ihn mit ein paar Bananen zu seinem Haus gelockt und so schnell konnte man gar nicht schauen schwupps waren die Bananen schon verschwunden und Jackie hat auf seinem Hocker die gegessen. Kurz darauf gingen ein paar Kinder zum Rangerhaus und haben das Tor offen gelassen und Jackie kam ganz nah zu uns. War ein tolles Gefühl einem Orang Utan so nah zu sein. Abendessen gab es wieder in unserem Lieblingshotel. Danach sind fast alle gleich ins Bett gegangen. Jens und ich haben noch Terminator 1 geschaut.
Sonntag 07.11.2010
Nach dem Frühstück in einem viel zu vollen Speissesaal haben wir so gegen acht Kundasang verlassen und sind einmal quer über Saba gefahren, denn unser Ziel war das Orang Utan Center in Sepilok. Darauf habe ich mich schon seit Wochen gefreut. Nach ca. zwei Stunden haben wir an einer Raststätte eine kurze Pinkelpause eingelegt und ich habe so ein Klo ohne Schüssel benützt. Das geht gar nicht. So gegen 12:30 waren wir dann in Sepilok. Dort haben einige einen kleinen Snack eingenommen und danach gab es eine Filmvorführung (Man of the dschungel) über das Sepilok Center. Um 14:00 hat dann Jutta die Tickets geholt und um 15:00 hat uns der Ranger zum Fütterungsplatz gebracht. Heute Nachmittag war wohl Mutter + Kindtag, denn nach und nach haben sich drei Weibchen + Nachwuchs am Futterplatz eingefunden. Habe über 80 Fotos gemacht und konnte mich kaum sattsehen. Gegen 15:30 haben zwei Ranger Bananen auf der Plattform ausgelegt und ruckzuck waren auch die "Gangster" da. So werden die Makaken genannt. Die haben sich natürlich auch an den Früchten bedient. Gegen 16:30 konnten wir dann unsere Zimmer beziehen. Um 17:30 war dann wieder Treffpunkt für die Nachtwanderung. Die haben Kirstin und ich ausgelassen und stattdessen im Restaurant ein kühles Bier getrunken und Garlic-Toast und French Fries gegessen. So gegen 18:45 waren dann auch die anderen wieder im Restaurant.
Montag 08.11.2010
Um 7:30 waren wir heute schon beim Frühstück und es gab die aktuellen Ergebnisse der Sonntagsspiele aus der Bundesliga. Mein VfB spielt dieses Jahr eine seltsame Saison, aber am Sonntag wurde Werder mit 6:0 wieder an die Weser geschickt. Nach unserem Frühstück waren die Orang Utans dran. Heute haben nur zwei Weibchen mit Nachwuchs den Weg zur Plattform gefunden. Das hat Makaken natürlich besonders gut gefallen, denn so war mehr für sie übrig. Um 11:30 haben wir Sepilok dann wieder verlassen und sind per Bus Richtung Sandakan gefahren. Gegen Mittag sind wir dann an der Anlegestelle in Kitabatabang angekommen und es hat wolkenbruchartig geregnet. Selbst die Bootsleute hatten keine Lust und so haben wir alle erst einmal an der Anlegestelle gewartet dass der Regen aufhört bzw. etwas nachlässt. Eine halbe Stunde später haben wir uns alle unsere Regencaps übergezogen und die Boote brachten uns in unsere Adventure Lodge. Hier war bereits das Mittagsbuffet aufgebaut und es gab panierten Fisch, Pommes, Dschungelgemüse, Chicken mit Knochen und Ananas. Der Boy war besonders freundlich und schaute dass von jedem genügend vorhanden war. Leider waren wir dort auch nur eine Nacht und auch hier war das Programm straff geplant, denn um 16:30 haben ging es auf eine Pirschfahrt den Fluss herunter. Nach einem Regenschauer kommen alle Tiere wieder aus Ihren Verstecken und begeben sich auf Nahrungssuche. Am Ufer gab es immer wieder Nasenaffen, Makaken, diverse Vögel und zum Abschluss einen Nashornvogel. Nach der Rückkehr war bereits das Abendbuffet aufgebaut und auch hier gab es wieder tolle Sachen zum Essen. Für den Abend wurde dann noch eine Nachtwanderung angeboten, aber auf die habe ich verzichtet. War wohl auch kein Fehler denn es war wohl mehr eine Matschwanderung.
Dienstag 09.11.2010
Heute sind wir bereits um 5:00 aufgestanden und haben den Sonnenaufgang auf dem Fluss erlebt und waren so wie gestern auf der Suche nach den Zwergelefanten. Auch dieses Mal hatten wir kein Glück, außer einer Giftschlange, einer Echse und diversen Vöglen bekamen wir nichts besonderes vor die Linse. Gegen 11:00 wurden wir dann wieder an das andere Ufer gebracht und wir machten uns auf zum Flughafen von Sandakan. Weit sind wir nicht gekommen, denn unser Busfahrer meinte er müsse offroad fahren und prompt hat er den Bus komplett im Schlamm eingegraben. Oh jeh die erste Maßnahme war alle raus aus dem Bus und dann versuchte er es wieder. Keine Chance. Zum Glück war in der Nähe eine Baustelle und dort war auch ein Bagger vor Ort und diesem gelang es auch den Bus wieder flott zu bekommen. Durch den unfreiwilligen Stopp haben wir doch etwas an Zeit verloren und wir waren erst 40 Minuten vor Abflug am Flughafen von Sandakan. Der Flug nach Kota Kinabalu hat 45 Minuten gedauert und so gegen 15:45 sind wir dann gelandet. Dort wurden wir bereits erwartet und zu unserem letzten Hotel gebracht. Die Fahrt dahin dauerte fast zwei Stunden und so waren wir erst kurz vor Sonnenuntergang am Resort. Um 19:30 gab es Abendessen und wir ließen den Abend bei ein paar Bierchen gemütlich ausklingen.
Mittwoch 10.11.2010
Heute konnten wir endlich mal ausschlafen und waren erst so gegen 9:00 beim Frühstück. Es gab gebratene Nudeln, Tee und leckere Früchte. Nach dem Frühstück war Beach angesagt. Meine Liege war schon etwas in die Jahre gekommen und das Kopfteil war doch etwas instabil. Wir hatten den Strand für uns alleine und konnten mal richtig ausspannen. Gegen 13:00 gab es ein leckeres Mittagessen und danach verbrachten wir bis zum Sonnenuntergang den Tag am Meer. Nach einer Dusche gab es um 19:30 Abendessen. Hier war zum ersten Mal Hammel dabei und das entsprach gar nicht unserem Geschmack. Jutta bekam Ihr Abschiedsgeschenk und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Donnerstag 11.11.2010
Oh je habe gestern wohl nicht aufgepasst. Meine beiden Knie und der Bauch haben doch etwas zu viel Sonne abbekommen und jetzt tut es doch etwas weh. Da merkt man wieder, ich bin einfach kein Strandtyp ;-). Na ja auch das vergeht wieder. Sitze gerade im Speisesaal (Tempurung Seaside Lodge) und tippe die letzten Zeilen vom Borneo-Tagebuch. War alles in allem eine tolle Reise. Meine Höhepunkte waren die drei Besuche bei den Orang Utans und der Canopiwalk in Mulu. Um 13:00 gibt es heute nochmal Mittagessen und um 14:00 geht es mit dem Minibus zum Flughafen nach Kota Kinabalu. Dort wird unser Gepäck hoffentlich bis FRA durchgecheckt. Unser Flieger ab KL geht kurz vor Mitternacht und wir werden die Nacht über den Wolken verbringen
Freitag 12.11.2010
Der Flug verlief
völlig problemlos und ich habe mind. 5 Stunden geschlafen und
wir kamnen mit ca. 30 Minuten Verspätung so gegen 6:45 im kalten
Deutschland an.
War mal wieder ein toller Urlaub und ich bin immer noch am
Eindrücke verarbeiten.